Sonntag, 2. April 2017

Über die Midtermholidays...

Hallöchen! J

Endlich  melde ich mich mal wieder zurück aus dem wunderschönen Guilleme…




In den letzten Wochen ist schon wieder einiges Erwähnenswertes passiert…
Aufgrund zweier Feiertage im März, wurde spontan beschlossen die Mädchen für einige Tage für die sogenannten „Midtermholidays“ nach Hause zu schicken. An anderen Schulen waren diese Ferien ohnehin schon vorgesehen und so setzte man diese Idee ebenfalls rasch auch an unserer Schule um J
Das war schon ziemlich cool und Pia und ich haben uns sehr über einige spontan freie Tage gefreut! J
Nachdem die Schwester ziemlich viel telefoniert hat, um auch möglichst alle Eltern über diese Neuigkeiten zu informieren, war das Boarding am Dienstag auch schon ziemlich leergefegt…
Allerdings mussten die Mädchen aus Standard 8 am Boarding bleiben, um für ihre Abschlussprüfungen zu lernen. (Nach der achten Klasse wechselt man in Malawi von der Primary School auf die Secondary School) Außerdem blieben auch einige Mädchen, welche nicht die Möglichkeit hatten nach Hause zu gehen.
Nichtsdestotrotz verbrachten wir einige coole kurze Ferientage mit den Mädels J …
Am ersten freien Nachmittag auf dem Boarding klopften einige der Dorfkinder an unserer Tür und wir malten mit ihnen und den restlichen Boardingmädchen Bilder J
Für jeden Tag plante die Schwester, welche für das Boarding zuständig ist, einen kleinen Ausflug mit den Mädchen. Das fand ich echt sehr schön! An einem Tag besuchten wir alle miteinander eine der Amamas, welche auf dem Boarding arbeitet. Sie sind für die Mädchen und alle möglichen Arbeiten zuständig, die auf dem Boarding so anfallen… J
Ein andern mal quetschten wir uns alle in einen Pick up und besichtigten ein nahe gelegenes Feld mit Soyapflanzen… Danach war der ganze Pickup voller Schlamm aber alle waren glücklich J

Gemeinsam mit den Mädchen knüpften wir außerdem Armbänder, chatteten und spielten und verbrachten einige tolle Tage in Guilleme… J Die Armbänder sind übrigens toll geworden!…



Auch einen Ausflug nach Lilongwe ließen Pia und ich uns nicht entgehen… Dort ließen wir uns nach längerer Zeit mal wieder etwas Fastfood im KFC schmecken, shoppten einige Chitenjen und deckten uns mit ein par Vorräten aus einem großen Supermarkt, dem Shoprite ein… J Ein sehr schöner und gelungener Tag…
(Zu dem Thema Stadt und Dorfleben hat Pia einen tollen Blogeintrag geschrieben! Auf der linken Seite findet ihr den Link zu ihrem Blog…J)
Nachdem wir am Wochenende auch noch Besuch aus Ludzi bekommen hatten, ging auch schon die Schule wieder los und alle Internatsmädchen kamen glücklich und ausgeruht wieder zurück nach Guilleme.

Auch die letzten Wochen bei uns waren sehr schön! J
Am Wochenende machten wir uns mit dem Kabasa (Fahrradtaxi) auf den Weg nach Kamwendo. Kamwendo ist ein Dorf in der Nähe von Guilleme, in welchem sich unser Postoffice befindet und auch ein kleiner Supermarkt.
Dort gibt es an jedem Sonntag einen sehr großen Altkleidermarkt mit Klamotten aus aller Welt. Vieles was bei uns in den Altkleidercontainer kommt, wird hier für einen sehr niedrigen Preis wieder verkauft…

Der Markt ist ziemlich riesig! Aber den besten Einblick bekommt man ja schließlich mit Bildern…


Auch in den letzten Wochen haben wir sehr viel erlebt weshalb der nächste Eintrag schon bald folgen wird...
Bis dahin viele liebe Grüße aus Guilleme! :)

Eure Antonia






Sonntag, 5. März 2017

Vom Zwischenseminar...




 
Halli-Hallo!



Nun ist es schon so weit und unser Jahr ist schon mehr als die Hälfte vorüber… Einfach unglaublich!! Aus diesem Grund hatten wir bereits im Januar unser Zwischenseminar, um unsere Erfahrungen und unsere verschiedenen Situationen aufzuarbeiten. Hier nun ein kurzer Bericht darüber:

Einen Tag bevor das Zwischenseminar stattfinden sollte, besuchten uns Verena und Friederike aus Ludzi und wir machten uns am Tag darauf gemeinsam mit zwei Schwestern auf den Weg nach Kasungu.

In dem Carmel Prayer House, fand dann unser Zwischenseminar statt. Insgesamt trafen dort 16 Freiwillige aus verschiedenen Ländern ein und zwei unserer Teamer aus Deutschland. Wir waren eine tolle kleine Truppe mit 10 Freiwilligen aus Malawi, vieren aus Mosambik, einer Freiwilligen aus Simbabwe und sogar einem Mädchen aus Madagaskar…


Und was soll ich sagen?... Ich bin einfach total glücklich und dankbar, dass uns die Möglichkeit geboten wird, unser Jahr und unser Leben hier zu reflektieren und uns gemeinsam mit „Gleichgesinnten“ auszutauschen.

Es tat mir unglaublich gut zu realisieren, dass ich mit meinen Erlebnissen, meinen Fragen, die mir auf dem Herzen brennen, einfach meiner ganzen Situation nicht alleine bin! Tatsächlich haben wir alle ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, wurden mit ähnlichen Problemen konfrontiert oder erhofften uns eine neue Portion Motivation.

Bei dem Seminar hatten wir die Möglichkeit, noch einmal rückblickend auf unsere erste Halbzeit zu schauen, uns mit unseren Erfahrungen mit der Kultur unseres Landes auseinanderzusetzten und unseren Arbeitsalltag zu betrachten.

Wir beschäftigten uns außerdem mit Fragen wie „Wie gewinne ich neue Motivation wenn es mal nicht so gut läuft?“, „Wie fühle ich mich in meiner Rolle als Weißer in meinem Projekt?“ usw… Außerdem bekamen wir noch einmal Zeit uns intensiv mit unseren Mitfreiwilligen auszutauschen, was mir auch sehr gut getan hat, über unseren Glauben zu sprechen und beschäftigten uns nicht zuletzt sogar mit unseren Plänen für die Zukunft…


An einem Tag machten wir einen gemeinsamen Ausflug nach Lilongwe, wobei wir das Projekt „The Taste of Malawi“ besuchten. Dieses Projekt wurde von einer ehemaligen Freiwilligen gegründet und gibt Frauen in Malawi die Möglichkeit, den Beruf der Schneiderin zu erlernen und später selbstständig zu werden. Wir sahen uns ein wenig die Arbeit der Frauen an und hatten später noch die Möglichkeit, einige ihrer Produkte zu kaufen… Hinter diesem Projekt steckt eine tolle Idee! Und hier schicke ich noch einmal den Link dazu: https://sites.google.com/site/tasteofmalawi

Auch ein anderer Tag gestaltete sich spannend, denn es kam eine Referentin der deutschen Botschaft zu Besuch. Sie klärte uns insbesondere über die wirtschaftliche Entwicklung Malawis auf. Es war spannend ihr zuzuhören und Fragen zu stellen und dennoch waren auch erschreckende Fakten dabei, die uns nachdenklich machten…

Während des gesamten Seminars hatten wir die Möglichkeit, unser Programm gemeinsam mit unseren beiden Teamerinnen zu gestalten und so konnten wir viele Fragen, die uns auf dem Herzen lagen mit einbringen. Wir waren eine tolle Gruppe, die stark zusammengewachsen ist durch ähnliche Erfahrungen, Fragen und Wünsche- irgendwie vereint durch die „Eine Welt“. Das Zwischenseminar ließ mich mit neuer Zuversicht und Motivation in meinen nun schon ganz gewöhnlichen Alltag starten…

Auch in den letzten Tagen sind noch ein paar Dinge passiert, die mir persönlich noch wichtig sind und viel Spaß gemacht haben! In der letzten Woche kam eine Bekannte von uns aus einer sehr lieben Familie aus dem Dorf zu uns und brachte noch sechs kleine Kinder mit. Wir unterhielten uns ein wenig und spielten mit den Kindern und obwohl es nur kurz war, war es für uns irgendwie eine richtige Bereicherung.

Auch ein anderer Tag war sehr schön, als wir uns mit zwei Schwestern trafen und gemeinsam Pizza gebacken und noch andere Sachen gekocht haben. Das war ein ziemlich lustiger und wunderschöner Tag und wir haben uns irgendwie integriert und aufgenommen gefühlt!

Eigentlich bleibt nur noch zu sagen, auch wenn es natürlich immer mal wieder auf und ab geht mit den Gefühlen, wie wohl ich mich hier gerade fühle und wie glücklich ich bin, diese Erfahrung machen zu dürfen.

Viele liebe Grüße aus Malawi

Sendet euch eure Antonia

Dienstag, 31. Januar 2017

Wie wir Weihnachten und Silvester feierten... :)

Hallöchen…
Da wir so viel erlebt haben in der letzten Zeit, muss ich unsere Erlebnisse in mehrere verschiedene Berichte verpacken… J
Weiter geht es also mit unserem ersten Weihnachtsfest weit weg von zu Hause… J Erstmal war die Vorstellung, dass gerade Weihnachten ist ganz schön seltsam für uns! Auch wenn wir in Deutschland meistens keine weiße Weihnacht haben, ist dieses Fest mit strahlend blauem Himmel und etwa 30 Grad im Schatten für uns doch recht ungewöhnlich…
Am 23. jedoch haben Pia und ich uns unsere Päckchen vom Postoffice abgeholt und haben mit Plätzchen und Lebkuchen von zu Hause doch noch eine ziemlich gute Weihnachtsstimmung hinbekommen… J  
Am Heiligabend sind wir dann um 19 Uhr mit unseren neuen Chitenjekleidern in die Messe gegangen. J Und die war natürlich wunderschön! Mädchen in weißen Kleidern sind ganz zu Anfang und wie immer bei wichtigen Festen tanzend in die Kirche eingezogen. J Die Menschen haben viel gesungen und getanzt und am Ende der Messe durfte sich jeder die Krippe, welche neben einem ziemlich bunt beleuchteten Plastikweihnachtsbaum aufgebaut war, anschauen. J Mitten in der Messe und danach wünschten sich alle „frohe Weihnachten“.



Den Abend haben Pia und ich gemütlich bei uns zu Hause mit einem selbst gebastelten Adventskranz verbracht und unsere Päckchen von zu Hause ausgepackt…


Auch die nächsten Tage waren ziemlich ruhig. Die Schwestern waren größtenteils in „Outstations“, um dort Weihnachten zu verbringen. So sehr wie zu Hause, wurde Weihnachten am 1. und 2. Weihnachtstag hier in Guilleme jedoch nicht gefeiert.
Wir genossen aber die ruhigen Ferientage und lasen oder schrieben Briefe an die Familie und Freunde oder malten Postkarten. :D

Dann ging es auch schon wieder auf in unseren zweiten Silvesterurlaub in Cape Maclear, diesmal in der südlichen Region Malawis.
Wir fuhren wieder über Lilongwe mit einem Minibus weiter nach Cape Maclear. Auch das war ein tolles, einzigartiges Abenteuer!!! Wir hatten eine Lodge direkt am See gebucht und trafen dort auch noch mundus Freiwillige aus Namibia, Sambia und sogar Madagaskar. Da eine gute Freundin von mir aus Namibia dabei war, hatten wir uns zuvor dort verabredet. Die mundus Leute reisten später weiter zum Zwischenseminar nach Tansania.
Der Urlaub war super! Wir machten unter anderem eine Bootstour auf dem Malawisee, gingen schnorcheln und „fütterten“ die Seeadler. (Übrigens kommen die meisten der Fischarten im Malawisee nur dort vor.) J
Am Strand waren einige Kinder, die eine Art kleine „Band“ waren und den Touristen immer etwas vorgesungen ,-getanzt, oder –getrommelt haben.


Der Silvesterabend war super! Noch nie habe ich Silvester direkt am Strand gefeiert und wir trafen dort sogar noch mehr deutsche Freiwillige. Der deutschen Tradition folgend haben wir auf einem Laptop am Strand sogar Dinner for one geschaut J Da kann man auch mal gut ein Jahr auf ein Silvester in Deutschland verzichten. :D
Am nächsten Tag ging es für uns auch schon wieder zurück nach Guilleme… In einem Tag würden die Mädchen wieder zurück sein und bis dahin gab es noch einiges zu tun… J Dazu aber ein anderes Mal mehr…
Bis dahin aber alles Gute und -chaka cha bwino!- ein frohes neues Jahr für euch alle!
Beste Grüße
Antonia